Den inneren Schweinehund besiegen

Meine Lieben,

gerade für’s neue Jahr habe ich mir (wie wahrscheinlich fast jeder andere Mensch zum Jahreswechsel) vorgenommen, wieder regelmäßiger Sport zu treiben. Im Moment kann ich wirklich  zufrieden behaupten: Ich muss mich nicht zwingen. Gerade läuft es fast wie von selbst, weil ich einfach motiviert bin, etwas zu erreichen. Und selbst, wenn ich keine große Lust habe, schaffe ich es irgendwie doch, ins Fitnessstudio zu gehen. 

Was mache ich allerdings, wenn mein innerer Schweinehund die Kontrolle über mich hat und mich meine Trägheit davon abhält, doch Sport zu treiben?
Denn dieser berühmte innere Schweinehund ist ziemlich fies und erwischt einen immer in den schwächsten Momenten. Flüstert einem Ausreden und Entschuldigungen ins Ohr.
Genau das habe ich mich gefragt und habe überlegt, wie man diesen berühmten inneren Schweinehund, den wohl jeder in gewissen Situationen hat,  überwinden und diesen lästigen Entschuldigungen und Ausreden aus dem Weg gehen kann. 
Ich möchte noch kurz dazusagen: Diese Tipps und Beispiele beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen und Gedanken, was also heißt, dass diese Dinge nicht bei jedem gleich sein mögen. Außerdem möchte ich ausschließlich darüber reden, wie man seinen Schweinehund besiegen und möglicherweise seine Ziele erreichen kann. Nicht aber über Sport an sich oder die dazugehörige Ernährung, die natürlich eine wichtige Rolle spielt.

Ich weiß ganz genau wie es ist: Es ist Sonntag, es regnet, man kommt schon kaum aus dem Bett, weil man die Nacht zuvor lange aus war. Das schlechte Gewissen will dich ins Fitnessstudio zerren aber die Faulheit schreit „Neeiiiin, lass mich in Ruhe“. Wie oft war ich schon an diesem Punkt und habe mich letztendlich für die Faulheit entschieden, weil es einfach leichter ist – bequemer.
Ich möchte wirklich nicht behaupten, dass ich nun ganz genau weiß, wie ich meinen ganz persönlichen Schweinehund besiegen kann, nein wirklich nicht. Ich weiß schon ganz genau, dass sich meine momentane Motivation auch wieder verringern wird. Aber genau deshalb, damit ich mich nicht von diesem Mistviech unterkriegen lasse, habe ich nun einen Plan. Und diesen möchte ich gerne mit euch teilen, falls ihr dasselbe Problem auch zu genüge kennt.

Zuallererst halte ich es für sinnvoll, ein klares Ziel vor Augen zu haben und Inspiration und Motivation zu sammeln: Was genau möchte ich erreichen? Habe ich zum Beispiel ein Bild von jemandem gesehen, der aussieht, wie ich gerne aussehen würde? Oder habe ich eine bestimmte Vorstellung in meinem Kopf? Es ist toll, wenn man schon so eine Vorstellung hat und weiß, woran man genau arbeiten möchte. Ich finde es zum Beispiel eine super Idee, sich ein Bild seines Ziels auszudrucken und irgendwo hinzuhängen, wo man es sehr oft sieht. Oder macht sich das Bild als Screensaver auf dem Handy. Das hatte ich zum Beispiel:

Was ich auch total motivierend finde, sind verschiedene Instagram-Profile. Ich folge zum Beispiel Thinpics oder privaten Accounts wie Melinaesmeralda und hole mir dadurch Inspiration und auch Motivation. Abgesehen davon, sehe ich auf Tumblr auch sehr oft Bilder, die ich als Beispielbild für meine Ziele nehme. 

Was ich allerdings noch betonen möchte: Ich denke, es ist wichtig, sich ein realistisches Ziel zu setzen und dies auch in einer realistischen Zeit erreichen zu wollen. Mein Beispielbild sehe ich selbst als realistisch an, da die Person auf dem Bild nicht perfekt ist. Wobei das ja immer im Auge des Betrachters liegt. Ich aber finde es wunderschön, ein paar Muskeln sind zu sehen und trotzdem ist da auch immer noch das kleine Bäuchlein zu sehen.

Anschließend überlege ich, wie ich dieses Ziel am besten erreichen könnte. Damit meine ich, zu überlegen, welche Sportart denn zu mir passt. Ich habe zum Beispiel schon einiges an Sport ausprobiert. Ich war mal in Leichtathletik, war viele viele Jahre im Tennisverein, ich war schon im Fußballverein, im Tanzen war ich auch schon. Mittlerweile bin ich im Fitnessstudio angemeldet. Ob das nun die richtige Lösung ist, weiß ich auch nicht genau, aber immerhin kann ich schon mal behaupten, dass es mir Spaß macht. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass Sport an der frischen Luft immer noch die bessere Alternative ist.
Wenn ich so zurückblicke, macht es mir persönlich am meisten Spaß, Sport mit Musik zu treiben – also zum Beispiel in Form von Tanzen. Was ich wirklich auch sehr empfehlen kann, ist Bodyjam. Es ist eine Art Tanzen mit Aerobic. Also dem beliebten Zumba ähnlich!

Was ich wirklich ganz wichtig finde: Wenn ich mir denke „Oh mein Gott, ich bin meinem Ziel so fern. Das schaffe ich eh niemals. Und außerdem habe ich eh keine Lust. Das ist mir heute viel zu anstrengend usw.“, dann werde ich niemals mein Ziel erreichen. Der Schlüssel ist, so finde ich, die richtige Einstellung und die richtige Einteilung.
Das bedeutet: Wenn ich mir von vorne rein zu viel vornehme, einen riesigen Berg vor mir sehen und dann scheitere, bin ich unzufrieden und enttäuscht. Lieber starte ich mit kleinen Schritten und arbeite mich hoch, was mir letztendlich noch viel mehr Motivation gibt, wenn ich schon Erfolge sehe. Und sei es nur, dass ich heute das Gewicht um ein paar Kilo gehoben habe oder vielleicht zehn Minuten länger auf dem Crosstrainer war. Gleichzeitig, wie schon gesagt, ist die richtige Einstellung für mich das A und O.
Noch vor etwas mehr als einem Jahr war ich der Pessimist in Person. War Schwarzmaler, bin so oder so immer vom schlimmsten Fall ausgegangen. So erreiche ich allerdings nie meine Ziele und werde nicht glücklich. Seit ich meine Einstellung komplett geändert habe und wirklich von mir behaupten kann, ein kleiner Sonnenschein zu sein, funktioniert alles viel besser. Ganz einfach, weil ich mich nicht gleich unterkriegen lasse, wenn mal etwas nicht wie geplant läuft. Dann fange ich eben einfach von vorne an. Dabei muss ich immer überlegen, wie schlimm der Misserfolg nun wirklich ist. Das Ganze also eher aus Sicht der Sachebene betrachten und nicht total emotional. Der Unterschied: 

Sachebene: „Heute habe ich meine Ziele nicht zu 100% erreicht. Nächstes Mal versuche ich es wieder und schaffe es vielleicht.“

Gefühlsebene: „Na toll, war ja klar, dass ich es nicht schaffe. Was denke ich überhaupt, dass ich das hinkriege. Nächstes Mal wird’s eh nicht besser, also kann ich‘s ja auch gleich seinlassen.“

Was mache ich nun aber, wenn ich bereits angefangen habe, Sport zu treiben und Angst habe, dass ich nicht so konsequent bleibe?
Auch hier halte ich mir meine Ziele klar vor Augen. Und ICH denke mir, lieber bin ich einmal mehr stark gewesen und habe mich überwunden, auch wenn es noch so schwer war. Ich finde es immer noch besser, zu gehen und nicht den kompletten Plan durchzuziehen, als gar nicht zu gehen. Denn im Nachhinein bin ich danach stolz, mich aufgerafft zu haben.
Was mir auch oft geholfen hat, war: Dem ganzen nicht ZU viel Beachtung zu schenken, sondern einfach ohne große Überlegungen ins Auto zu sitzen und ins Studio zu fahren. Wenn ich lange hin und her überlege, fällt mir so oder so eine Ausrede ein.
Nehmen wir nochmal unser Beispiel von oben:
Es ist Sonntag, es regnet, man kommt schon kaum aus dem Bett, weil man die Nacht zuvor lange aus war. Das schlechte Gewissen will dich ins Fitnessstudio zerren aber die Faulheit schreit „Neeiiiin, lass mich in Ruhe“.
Versuch einfach mal, laut „STOPP“ zu sagen, um den aktuellen Gedankengang zu unterbrechen und sich auf etwas Neues konzentrieren zu können.
Man sollte sich also eher denken „Stopp! Letztes Mal hatte ich schon die Selbe faule Ausrede parat und war danach enttäuscht von mir, nachgegeben zu haben.“  Hier frage ich mich nochmal: „Was will ich wirklich?“ und gelange somit wieder zu meinen gesteckten Zielen, ich richte meine Gedanken wieder auf das Wesentliche, indem ich mir sage „Hey, ich wollte doch wieder in mein heiß geliebtes Kleid passen“.


Sehr schön, wenn Jemand bis hier unten durchgehalten hat, es war doch einiges, was mir eingefallen ist. Ich hoffe, ich habe einige motiviert und konnte einigen auch ein paar brauchbare Tipps zu diesem schweren Thema geben! Natürlich würde mich auch brennend interessieren, wie ihr euren Schweinehund überwindet und besiegt, also schreibt mir eure Ideen doch einfach in die Kommentare. Vielleicht kann man dann mal einen Teil 2 daraus machen! Viel Erfolg, beim Schweinehund besiegen!

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